[Rezension] Meredith Winter – Blutroter FROST

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Blutroter Frost*

Taschenbuch/EBook
Seiten: 374
Verlag: Sommerburg
Autor: Meredith Winter
ISBN: 978-3981872200
Erscheinungstermin: 1. Sept. 2017
Preis: 9,99€ (TB), 3,99€ (Ebook)

Julie, 35, Anästhesistin, will sich mit einer eigenen Tageschirurgie selbstständig machen. Doch sie wird unwissend Mitglied einer Leichenteilmafia, welche beabsichtigt, ihren OP, als Sektionssaal zu nutzen. Zu verdanken hat sie dies ihrem Exfreund Benjamin, der sich als Makler ausgibt und durch sein erneutes Liebeswerben vorhat, sich Zugang zu ihrer Praxis zu verschaffen. In die Quere kommt ihm dabei Spencer, der neue Freund von Julie.
Und er ist beizeiten nicht der Einzige, nach dessen Leben die Leichenteilmafia trachtet …

Meredith Winter – Autorenportrait:

Wenn Meredith Winter (*1981 geb. in Lüneburg) nicht gerade Alleinunterhalter für Ihre drei Kinder spielt,
schreibt sie keltische Songs, schaut nachts in die Sterne, frönt ihr Dasein als Cineast & Serienjunkie und liest selbst massenhaft Bücher.

Inhalt

Julie, die gerade nach einer Auszeit in Irland zurückkehrt, möchte den stressigen Alltag im Klinikjob hinter sich lassen und eine eigene Tageschirurgie eröffnen. Dabei hilft ihr ihr Ex Benjamin, der sich als Makler ausgibt. Auf einer kleinen Feier bei Freunden will dieser jedoch das Aus der Beziehung nicht einfach hinnehmen und versucht erneut mit Julie anzubandeln. Hier lernt Julie den zurückhaltenden und anfangs eher abweisend wirkenden Spencer kennen, mit dem sie die gleiche Buchleidenschaft teilt. Anfangs noch hinter dem Rücken der Freunde, treffen sich beide und finden immer mehr Gemeinsamkeiten. Ihre junge Liebe halten sie vorerst vor allen geheim, um sich selbst erst einmal darüber klar zu werden.

Im Verlauf der Erzählung kommt es jedoch immer wieder zu Geheimnissen voreinander und Lügen, die die Beziehung mehrfach trennen. Nicht zuletzt spielen hierbei auch die Handlungen von Benjamin oder Jennifer, Julies bester Freundin, eine Rolle. Anfangs eher nebenher taucht man in Benjamins dunkle Seite ein, dem Leichen-Organhandel. Hier erschliesst sich dann auch, wieso er die Beziehung zu Julie wieder aufleben lassen will.

Fazit

Mir persönlich hat die Geschichte um Julie und Spencer gut gefallen. Sie lässt sich leicht lesen, man taucht schnell in die Handlung ein. Etwas langatmig waren allerdings die ständigen Trennungen und wieder Zusammenkommen der beiden – was im waren Leben eher nicht so wäre. Ein paar Mal weniger trennen hätten nicht geschadet. Die beiden Verliebten sind sich anfangs selbst nicht ihrer Liebe sicher: Julie, die deutlich älter ist als Spencer und Ärztin ist, auf der anderen Seite Spencer, der seine Ausbildung abbrach und den Traum vom Studium begrub um seine Oma zu unterstützen nachdem die Eltern früh starben. Er hatte bisher nur kurze Affären mit eher gleichaltrigen Partnerinnen und denkt daher Julie sei viel zu gut für ihn. Dieses Auf und Ab kann man während dem Lesen immer wieder spüren. An mancher Stelle wollte man einfach beiden einen Schubs geben um die Augen zu öffnen.

Im Nebengeschehen der zarten Liebesgeschichte steht die Leichenteilmafia, zu der Benjamin zählt. Erst im späteren Verlauf des Buches bekommt man als Leser genug Details um zuvor Erlesenes zusammenzubringen. Damit die Handlung nicht langweilig wird, gibt es neben Benjamin auch noch Jennifer. Bis zum Schluss kann man die Geheimnisse, die teilweise immer mal wieder angedeutet werden, nicht lüften um ihren Teil bei den dunklen Machenschaften zu erkennen. Sicherlich hätte man diesen Part noch tiefer beschreiben können, aber ich denke es ging in Blutroter Frost eher um die Liebesgeschichte als die dunklen Mafiaseiten. 🙂

Insgesamt las sich dieses Buch sehr leicht und flüssig. Zwar wechselte der Erzählstrank immer mal wieder zwischen den verschiedenen Personen und Handlungen hin und her, doch durch die angenehme Schreibweise fühlte man sich als Leser nicht verwirrt.

Einziger Kritikpunkt für mich wäre die Einsortierung als (Lady-)Thriller. Auch wenn die Handlung spannend zu lesen war, ein Thriller war es für mich nicht. Dazu stand die Liebesgeschichte zu sehr im Vordergrund. Daher würde ich das Buch auch eher als Liebesroman einsortieren.

 

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Blutpsalm*

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Das Buch wurde uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt unsere eigene Meinung wieder.

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